Der Minimalismus der Dinge: Stimmen & Meinungen.

uni:press.

Eine originelle Form für einen Roman, der, wie so viele andere Dinge, die Neugierde weckt und zum Hineinschmökern einlädt. Am Ende ist man begeistert. Eine Handlung, die wirklichen Inhalt hat und spannend zu lesen ist. Es ist endlich wieder einmal ein Buch mit fesselndem Inhalt und gehaltvollem Ende.

Universität Innsbruck.

In den Passagen, wo sich der Autor mit den Erinnerungen an die Großmutter und mit den Erlebnissen um eine alte Frau beschäftigt, die von Jonas gepflegt wird, ist der Text poetisch, er ist stimmig […] Die Ellipse unterstützt den Eindruck beim Leser, es handle sich hier um eine Bestandsaufnahme […] Um es mit den Worten Ludwig von Fickers zu sagen: „ein weidlich ungekämmtes und sozusagen stichelhaariges Talent“ (Ficker 1910 über Franz Alfons Helmer, einen anderen Osttiroler Schriftsteller).

Tiroler Gegenwartsliteratur // lesen.tsn.at // Südtiroler Tageszeitung.

Schon beim guten alten Stifter ist im sanften Gesetz davon die Rede, dass in den unscheinbaren Dingen die große Kraft des Weltgeistes wirkt. Mathias Klammer geht in seinem Roman vom Minimalismus der Dinge so genannten kleinen Ereignissen nach, die aber für die installierten Figuren große Auswirkungen haben können. Nach einer Widmung an das Alphabet wird der Minimalismus ähnlich den Jahreszeiten in vier Zeitebenen aufgerollt. Heute vor einer Stunde, Gestern und in der Vergangenheit, Jetzt und gegenwärtig, Das Ende im Nachhinein lauten die Aggregatzustände, in denen sich der Minimalismus manifestieren kann. Der Roman entwickelt sich aus dem Minusbereich auf die Null zu, der Leser arbeitet sich vom Kapitel Minus sechzig hoch bis zur Null, worin es heißt „Genieße die kleinen Dinge. Aber lass dich nicht von ihnen überwältigen.“ (153) In unzähligen kleinen Episoden versuchen ein paar Paradefiguren ihren Lebenssinn aus kleinen Partikeln zusammen zu saugen wie ein Staubsauger der Erkenntnis. Manchmal wird eine Liebschaft aus kleinen Bewegungen im Nachtclub zusammengebastelt, dann wiederum beamt sich jemand zurück zur Großmutter, deren Sätze und Handbewegungen sich zeitlos in ihm eingebrannt haben. „Wenn der Wind auf ein Blatt Papier traf, ergab sich ein ganz besonders Kammerspiel der Gefühle. Ich erlebte es jeden Tag. Ich stand am Fenster, blickte in die Wolken. Sie ergaben asymmetrische Muster, denen ich Namen gab. In meinem Kopf nannte ich sie Thomes. Und Berta.“ (48) Die Figuren wirken oft völlig selbstverloren und unterwerfen sich den Beobachtungen, die sie nicht steuern können. Letztlich sind die Handvoll Helden und Heldinnen den Dingen ausgeliefert, die sie umgeben. Obwohl sie scheinbar verschiedene Schicksale ausgefasst haben, läuft es durch die Zeiten hindurch auf das gleiche hinaus: es sind die kleinen Fusel, die die Lebensstimmung machen. So ticken ein Altenpfleger und eine tschechische Prostituierte ähnlich, wenn sie sich über sich selbst Gedanken machen, sie sind alle letztlich hilflos. In den kleinen Episoden entsteht höchste Poesie. Da kann jemand Glück auslösen, weil er Österreicher ist, Großmutters Stricknadeln klappern durch die moderne Welt, selbst eine Schlägerei nach einer aufgedeckten Affäre läuft nach poetischen Regeln ab. Mathias Klammer erzählt oft in kleinen Satzellipsen, die Dialoge sind oft auf das Hin- und Herschwenken einzelner Wörter reduziert. Und letztlich entwickelt sich eine wundersame Philosophie voller Geduld und Bescheidenheit, das Glück muss man erwarten und darf es nicht übers Knie brechen. „Sie zog den Pullover über den Kopf, legte sich nackt in das getrocknete Gras. Es kitzelte. Es fühlte sich gut an. Er fühlte sich gut an. Der Minimalismus der Dinge.“ (152)

salzburg24.at // vol.at // vienna.at.

Fünf Menschen, ein Mikrokosmos. Das Erstlingswerk „Der Minimalismus der Dinge“ des jungen Autoren Mathias Klammer, handelt von den kleinen Dingen, den lapidaren Zusammenhängen im Leben.

Tiroler Tageszeitung.

Wenn der Autor dafür zahlen muss, dass ein Verlag sein Werk veröffentlicht, dann ist das Ganze­ nichts wert. Es ruiniert die Reputation eines Schriftstellers­ für alle Zeit. Diesen Leitsatz bekam der Leisacher Mathias Klammer oft zu hören, als er nach Möglichkeiten suchte, seinen Roman „Der Minimalismus der Dinge“ herauszubringen. Er hat ihn beherzigt und ist damit gut gefahren.

dolomitenstadt.at.

Es sind sprachlich reduzierte Momentaufnahmen, die Mathias Klammer knapp und klar in sein Erstlingswerk verpackte. Der druckfrische Roman überzeugt durch bildhafte und doch auf ein Minimum reduzierte Sprache. Auf lange Sätze, direkte Reden und einen Großteil der Satzzeichen verzichtete der 22-jährige Osttiroler bewusst. Stil und Ausdruck sind so minimalistisch, wie der Titel es verspricht.

Osttiroler Bote.

Für viele 22-Jährige kaum vorstellbar, in ihrem Alter ein Buch herauszubringen, und das aus völlig eigener Kraft. Der Leisacher Mathias Klammer schaffte es. Sein 150-seitiges Buch heißt „Minimalismus der Dinge“. Autor „wollte“ er eigentlich erst mit 50 Jahren werden (weitere Veröffentlichung im Pustertaler Volltreffer).

Radio Osttirol.

Minimalismus ist Programm. Text, Sprache, Gefühle, das ganze Setting. Es sind die kleinen Dinge im Leben (Interview hier downloaden).